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Gebetskalender: 30 Tage Gebet für die islamische Welt - 30. Tag

Tag 30 - Donnerstag, der 09.09.10 - Die Jola-Fonyi in Senegal, Gambia & Guinea-Bissau -
Eine Gruppe Kinder saß eng aneinander gedrängt
und hörte der Geschichte von Noah zu. Vielleicht hatten
einige schon einmal seinen islamischen Namen
gehört, aber sie kannten seine Geschichte nicht. Hinter
ihnen saßen einige Mütter, die sich unterhielten
und die Vorbeigehenden grüßten. Zu schnell war die
Geschichte zu Ende und die Kinder liefen zum Spielen
davon. Die Frauen aber blieben. „Erzähl uns noch
eine Geschichte!“ baten sie. Die meisten Jola haben
noch nie eine biblische Geschichte gehört, sie kennen
Jesus nicht. Geschichten hören sie aber gern.
Das Volk der Jola-Fonyi, das in drei Ländern verstreut
lebt und auch Diola genannt wird, hat gut
560.000 Mitglieder. Die Angehörigen dieser Volksgruppe
sprechen 14 Hauptdialekte. Die meisten leben
im südlichen Senegal, der Casamance, in isolierter
waldreicher Gegend. In Gambia wohnen sie am
südlichen Ufer des Gambiafl usses, viele auch um die
Hauptstadt Banjul herum, weil dort größere Möglichkeiten
für Arbeit und Ausbildung bestehen. Einige
sind in den nördlichen Teil von Guinea Bissau und
weitere Länder gezogen.
Über Jahrhunderte hinweg war der Katholizismus
im Senegal präsent und auch heute gibt es noch traditionell
katholische Jola-Fonyi-Familien. Beeinfl usst
durch den Norden kam es im letzten Jahrhundert allerdings
zu einer Verschiebung zum Islam hin. Heute
sagen mehr als 90% der Jola-Fonyi, sie seien Muslime.
Sie haben jedoch islamische Glaubenssätze für
sich so angepasst, dass sie nicht mit ihrem traditionellen
Glauben in Konfl ikt geraten. Im Gegensatz
zu der großen Mehrheit der Muslime leben nur 2%
Christen und 0,13% nicht-traditionelle, evangelische
Christen in dieser Gegend.
Die Jola-Fonyi fallen durch ihre entspannte,
freundliche Art und ihre harte Arbeit auf. In ihren
Dörfern im Busch bauen sie Reis, Hirse, Erdnüsse
und etwas Gemüse an, das sie zu ihren vorwiegend
nur aus Reis bestehenden Mahlzeiten essen.
Sie kennen keine sozialen Unterschiede, alle sind
gleich. Die Familien sind groß und absolut loyal
zueinander, weil sie für ihr Überleben ganz voneinander
abhängig sind. Viele leben polygam, d. h.
ein Mann kann mit bis zu vier Frauen verheiratet
sein. Die Frauen sind verantwortlich für die Gärten,
den Reisanbau, die Zubereitung der Nahrung,
den Haushalt und die Kinder. Die Männer bauen die
Häuser und Zäune und kümmern sich um Erdnüsse,
Zitrusfrüchte und Mangos, die hauptsächlich verkauft
werden, damit Geld für die anderen Dinge des
Lebens hereinkommt.
Die Christen leben verstreut. Mittlerweile gibt
es aber 6 von Jola-Fonyi selbst geleitete Gemeinden
und etwa 10 neue wachsende Gruppen. Der
ständige Druck von Verwandten, zum früheren
Glauben zurück zu kehren, ist schwer zu ertragen.
In einer der Sprachen existiert das NT, an anderen
wird gearbeitet.
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Die Anliegen |
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Die Jola-Fonyi müssen das
Wort Gottes in ihrer Sprache
hören und verstehen. Wichtig
ist die Hinwendung von
Stammesführern und Ältesten
zu Christus.
Die Casamance braucht Frieden
nach all den Jahren der
Aufstände.
Die medizinische Versorgung
ist ein Anliegen sowie
eine größere Anzahl Mitarbeiter.
Es fehlen christliche Frauen
als Ehepartnerinnen, damit
christliche Familien entstehen
können und niemand
außerhalb seines Glaubens
heiraten muss.
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(Quelle: Alle Informationen (Texte) und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Evangelischen Allianz)
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