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Betet für das Land Nigeria im tiefen Herzen Afrikas!

Nigeria - was fällt euch zu diesem Land ein? Nicht viel bestimmt. Es liegt im Herzen Afrika's und hat wie fast jedes Land in Afrika irgendwelche Probleme. Ist das wirklich so? Hier könnt ihr es nachlesen und beten:

   Allgemeines:  Nationalflagge u. Wappen:
Amtssprache:
Hauptstadt:
Präsident:
Bevölkerungsdichte:
Einwohnerzahl:
Fläche:

(Quelle:
Englisch
Abuja
Umaru Yar'Adua
151,6 Einwohner pro km²
140.003.542 (Stand: März 2006)
923.768 km²

www.wikipedia.de)

   Religion:
Ca. 50% der 140 Millionen NigerianerInnen gehören dem muslimischen Glauben an, 40% sind Christen und 10% werden traditionellen Religionen zugerechnet. Der Norden wird vor allem von den Moslems bewohnt, die Christen und die Menschen mit den traditionellen Religionen leben im Süden des Landes. Doch vor allem in den Städten ist die Verteilung auch gemischt. In der religiösen Praxis vermischen sich oft auch einzelne Praktiken aus den verschieden Religionen. Im Jahr 2004 bei einer Untersuchung der BBC zur Religiosität in verschiedenen Ländern, schnitt Nigeria als das frömmstes Volk der Welt ab. 100% glaubten an Gott, 94% glauben, ihr Gott sei der einzig wahre Gott und 95% gaben an, sie würden für ihren Gott sterben.

(Quelle: http://www.amnesty.de/kurzinfo/2009/1/religion-und-menschenrechte-nigeria)

   Konflikte der Religionsgruppen:
Dass jeder einzelne sehr von seiner Religion überzeugt ist, merkt man auch an den Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Religionsgruppen. Besonders zwischen den Moslems und Christen kommt es oft zu gewaltsamen Konflikten. Die Hauptstadt Jos ist ein besonderer Brennpunkt: 3000 Tote im Jahr 2001, ca. 700 Tote im Jahr 2004 und ca. 300 Tote im November 2008. Ein Grund für die Konflikte ist die Einführung der Scharia in 12 der nördlichen 36 Bundesstaaten. Es soll nur für die Muslime gelten, aber im Alltag wird von der muslimischen Hisbah-Miliz in Selbstjustiz überwacht, dass jeder sich daran hält. Die Scharia beinhaltet unmenschliche Strafen wie Steinigung, Amputationen und Auspeitschungen. Besonders Frauen sind von der Scharia betroffen, bei Ehebruch werden sie mit Steinigung oder Peitschenhieben bestraft. Wenn der Mann Ehebruch begangen hat, müssen 4 unabhängige Zeugen den Vorfall bezeugen, bei einer Frau hingegen reicht der Beweis, dass sie schwanger geworden ist. Wenn in einem Bundesstaat die Sharia in Kraft ist, ist es fast unmöglich für Christen dort eine Kirche zu bauen. Die Sharia legalisiert zudem auch die Verfolgung von Andersgläubigen.

Bei den Christen bilden die römisch-katholischen und die anglikanische Church die größte Gruppe. Doch neue evangelikale und pfingstkirchliche Bewegung sind seit den siebzieger Jahren immer mehr im Kommen. Das Ziel von den meisten neuen Bewegungen ist, ihre Führer zu großem Reichtum zu verhelfen. Die teilweise schon harte Konkurrenz unter den verschiedenen Bewegungen wird oft in Werbekampangen ausgetragen. Dort werden den Menschen Wunderheilungen und Reichtum versprochen. Die Pfingstbewegung gilt mittlerweile als stark wachsender Wirtschaftszweig. In den Pfingstkirchen werden exorzistische Rituale vollbracht, denen besonders Kinder zum Opfer fallen. Die Kinder werden beschuldigt Hexen zu sein und deshalb misshandelt oder getötet. 15.000 Kinderopfer werden allein im Bundesstaat Akwa Ibom geschätzt. Laut einer Prophetin (Helen Ukpabio) lässt sich leicht feststellen, ob ein Kind vom Teufel besessen ist: Wenn es beispielsweise nachts schreit oder Fieber hat.
Die Pfingstkirchen praktizieren diese unmenschlichen Praktiken eher in kleineren Kreisen, während die evangelikalen Bewegungen Massenveranstaltungen mit Teufelsaustreibung und Wunderheilung anbieten. Doch auch "traditionalistische" Riten sind nicht immer friedvoll. Es gibt brutale, magische Praktiken, bei denen Leichtenteile verwendet werden. Auf Grund dessen gab es schon viele Morde. Teilweise fand die Polizei 80 zerstückelte Leichen, als sie gewissen Hinweisen nachging.

(Quelle: http://www.amnesty.de/kurzinfo/2009/1/religion-und-menschenrechte-nigeria)

   Kommentar:
Nigeria - Ein gespaltenes Land.
Zum Einen gibt es die Reichen ÖL-Heinis, die sich so gut wie alles in die eigene Tasche stecken und kein bisschen an die armen Menschen denken. Die Herausforderung für die armen Menschen ist das Überleben. Doch Armut und Verzweiflung ist nicht das einzige Problem. Sehr extrem denkende Menschen möchten, dass die Scharia in ganz Nigeria eingeführt wird. Wie ihr oben schon kurz gelesen habt hat die Scharia Menschen-, aber auch besonders Frauenunwürdige Gesetze. Diese Extremisten denken, dass der Westen mit seiner Bildung alles nur kaputt macht und dass Bildung aus den Menschen Ungläubige macht. Immer wieder auch gerade erst kürzlich (Sommer 2009) kommt es zu Überfällen auf die Polizei und auf Kirchen. Experten meinen, dass wenn die Regierung von Nigeria nicht bald etwas gegen die Armut unternimmt, dann werden sie diese Auseinandersetzungen nie unter Kontrolle bekommen. Eine große Rolle spielen auch die Jugendlichen, die oft arbeitslos sind und nicht wissen wohin mit der Zeit und Energie und gerade auch die Jugendliche lassen sich für solche Sachen schnell bewegen.

Nelli Töws


 Die Anliegen: (Ein paar Anliegen von uns zum Vorschlag, denn es gibt sehr viel mehr...)
Danke...
...das es Christen in dem Land gibt.

Bittet...
... für die armen Menschen, dass Gott ihnen ihr tägliches Brot schenkt.
... dass die Auseinandersetzungen und Verfolgungen aufhören.
... dass die Menschen lernen einander zu akzeptieren.
... dass die Frauen besser und menschenwürdiger behandelt werden.
... dass die Regierung handelt und nicht nur zuschaut.

Wichtiger Hinweiß: Wir garantieren nicht, das der Verweis/Link bei den Quellen funktioniert. Im Laufe der Zeit kann es sein, das sich die Seiten, von wo wir die Informationen haben, verändern oder sogar gelöscht werden. Wir bitten um Verständnis.
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