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Betet für das afrikanisch muslimische Land Algerien!

Algerien - Ein Land am Mittelmeer, ein Land kurz vor Europa und doch in Afrika. Vieles weiß man nicht über die Menschen in Algerien. Höchstens, das viele Flüchtlinge immer wieder in Spanien und den Inseln ankommen. Aber darum geht es hier nicht, hier geht es um mehr! Die Christen aber auch die anderen Bewohner in Algerien brauchen das Gebet. Betet für sie:

   Allgemeines:  Religion:
Amtssprache:
Hauptstadt:
Staatsoberhaupt & 
Regierungschef:

Bevölkerungsdichte:
Einwohnerzahl:
Fläche:


(Quelle:
Arabisch
Algier

Präsident Abd al-Asis Bouteflika
13,8 Einwohner pro km²
32,9 Mio. (Stand: 2006)
2.381.741 km²


http://de.wikipedia.org/wiki/Algerien)
» Muslime 99,5 Prozent
» Christen 0,5 Prozent (Katholiken: 2.500)
Seit vielen Jahren herrscht Bürgerkrieg in Algerien zwischen der von der Armee beeinflussten Regierung und islamischen Extremisten. Viele Menschen mussten deshalb ihr Leben lassen.
(Quelle: http://www.kath.ch/...)
   Religion:
Konversionsverbot:
Im März 2006 gab der islamische Religionsminister von Algerien in einer Fernsehsendung das Missionsverbot bekannt. Mit diesem Verbot stehen alle nicht-islamisch religiösen Gruppierungen unter einer gezielten Kontrolle. Ziel dieses Verbotes ist es Muslime vor einer Konversion (Übertritt in eine andere Religion) zu schützen. Wer versucht einen Muslime egal auf welche Weise (auch ganz harmlos, z. B. Traktate) zu einer anderen Religion zu bekehren, bekommt bis zu 5 Jahren Haft und zusätzlich eine Geldstrafe bis zu 140$. Im umgekehrten Falle geschieht jedoch nichts. Mit diesem Gesetz fügt sich Algerien einem mittlerweile weltweiten Trend. In fast allen Weltreligionen wächst die Sympathie für Missions- und Konversionsverbote.
(Quellen: http://www.welt.de/data/2006/09/05/1023402.html und http://www.politikstube.de/forum/ideologien/3364-algerien_konversionsverbot_verabschiedet.html)
   Probleme der Menschen:
Aus dem Bericht der amnesty international im Jahr 2000:

Hintergrundinformationen:
Im Jahr 1992 wurde ein Ausnahmezustand ausgerufen. In der Zeit bis 2000 erlebten die Menschen in Algerien eine schwere Welle der Gewalt und gravierende Menschenrechtsverletzungen. In der Zeit starben tausende von Menschen bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, Attentate und Gewalttaten islamitischer Gruppen oder durch Einwirkung der staatlich ausgerüsteten Selbstverteidigungsmilizen. Es kam zu staatlichem Mord, Folterung, unfairen Prozessen, geheimer Haft und Verschwindenlassen von Personen. Lösungsversuche auf politischer Ebene scheiterten. Seit 1996 durften keine Menschenrechtsorganisationen in das Land einreisen. Als dann 1999 ein neuer Präsident kam, schien sich die Lage ein bisschen zu entspannen. 2.000 Menschen wurden entlassen, die aufgrund von "Anti-Terrorismus" gefangen gehalten wurden. Der einseitige Waffenstillstand der AIS (Armée Islamque du Salut) von 1997 ist seit Juni1999 offiziell anerkannt. Doch trotz dieser kleinen positiven Verbesserungen wurden in den ersten Monaten im Jahr 2000, 600 Menschen getötet. Der Ausnahmezustand von 1992 bleibt weiterhin bestehen. Auch heute noch leiden die Menschen unter diesen Auseinandersetzungen.

Morde an Zivilisten
Im Vergleich zu den letzten Jahren ging die Zahl der Getöteten Zivilisten zurück. Sie ist jedoch seit Ende 1999 konstant. Seit 1992 bis 2000 gab es mehr als 100.000 Opfer zu beklagen. Hunderte von Zivilisten werden auch weiterhin bei gezielten oder wahllosen Überfällen von bewaffneten Gruppen getötet. Die Täter konnten bislang jedes Mal ungehindert entkommen.

Verschwundene
In Algerien gelten mehr als 3.000 Menschen als verschwunden. Darunter befinden sich zahlreiche in Gewahrsam der Sicherheitskräfte. Mütter, die für ihre Verschwundenen Angehörigen demonstrieren werden durch Sicherheitskräfte behindert. Am 22. März 2000 wurden die Mütter schikaniert und misshandelt und kurzzeitig inhaftiert. Anfang Juni wurden sie freigesprochen. Die Regierung verspricht sich um die Verschwundenen zu kümmern, aber bis jetzt ist noch nichts Gravierendes geschehen. Es ist zu fürchten, das die Verschwunden Folterungen, Misshandlung und geheime Haft durch Sicherheitskräfte ausgesetzt sind.

Geheime Haft, Folter und Misshandlung
In den vergangenen Jahren wurde Folter immer wieder als Mittel zur Erpressung von Geständnissen benutzt. Das berüchtigte Folterverfahren ist die Chiffon-Methode: Hierbei wird dem Gefangenen ein Lappen in den Mund gestopft und ihm werden Schmutzwasser oder Chemikalien eingefüllt. Die Menschen befinden sich dann in einer Haft ohne Kontakt zur Außenwelt. Hierbei stehen sie unter der Gefahr der Folter und der Misshandlung. Folterer können auch weiterhin ungestraft agieren, weil die Regierung keine Untersuchungen in dieser Hinsicht anstellt.

Unfaire Prozesse
Gerichtsverfahren in Algerien sind nicht fair. Anschuldungen werden oft nicht genau hinterfragt. Sie gehen auch nicht der Berichte der Angeklagte über Misshandlung und Folter nach und die Verteidigung, darf oft nur im bestimmten Maß Zeugen vorladen.

Straffreiheit für Menschenrechtsverletzer
Die Regierung behauptet gegen die Verstöße von Sicherheitskräften vorzugehen. Dies ist aber schwer nachzuvollziehen, da sie keine Einzelinformationen rausgeben. Das grausame Verhalten der Menschrechtsverletzer wird meistens einfach gebilligt.

(Quelle: http://www.asyl.net/Magazin/Docs/docs-16/L-27a-27b/L8995alg.htm | Mehr über amnesty international und aktuelle Jahresberichte findet ihr auf der Homepage von amnesty international)

Aus dem Bericht von Open Doors im Jahr 2006:

Im März 2006 wurden ca. 30 Studenten aus Algerien ausgewiesen. Sie hatten an einer christlichen Studentenorganisation teilgenommen. Sie hatten max. 15 Tage Zeit um das Land zu verlassen. Doch kurz vor der Ausreise erhielten sie dann doch die Erlaubnis weiterhin im Land zu bleiben.
Seit dem das Anti-Bekehrungsgesetz verabschiedet wurde, werden die Christen, die nicht den offiziell anerkannten Kirchen angehören besonders von der Regierung überwacht.

(Quelle: http://www.opendoors-de.org/index.php?supp_page=news_archives&supp_lang=de)
   Frauen und Mädchen in Algerien:
2.000 - 2.800 Frauen und Mädchen wurden zwischen 1992 und 1998 Opfer von sexueller Gewalt. Über 300 wurden vermisst und hunderte von Vergewaltigungen wurden geheim gehalten.
Bei einem Überfall werden die Frauen meistens entführt und gelten dann als "Kriegsbeute" oder "Sex-Sklavinnen". Spätestens wenn sie Anzeichen von einer Schwangerschaft zeigen müssen sie sterben.
Töchter und Mütter werden oft vor den Augen ihrer Familienangehörigen gedemütigt und vergewaltigt. Die Folge davon ist, dass die meisten von ihnen danach geächtet werden und oftmals sogar aus der Familie verstoßen werden. Ein 17-jähriges Mädchen, das aus dem Lager der "heiligen Krieger" fliehen konnte berichtet, dass sie während ihrer Gefangenschaft von mehr als 50 Männern zwischen 16 und 70 Jahren vergewaltigt wurde.
   Kommentar:
Algerien, ein Land im Norden Afrikas. Bei Open Doors auf dem Weltverfolgungsindex steht es auf Platz 37. Ehrlich gesagt, war es am Anfang Mühevoll etwas über Algerien zu finden. Bis ich das Wort Menschrechtsverletzungen bei Google eingegeben hatte. Die Menschen in Algerien, haben in den letzten Jahren viel Leid erlebt. Dabei muss ich besonders an die Frauen denken, die wie eine Beute behandelt wurden, wie Sklaven. Berichte über Massaker und Überfälle waren einfach nur Barbarisch. Bei jedem neuen Artikel, kamen mir immer wieder die Tränen, weil es so eine unglaubliche Grausamkeit war. Ich weiß nicht wie es heute in Algerien aussieht, aber die Berichte, sind ja erst 6 Jahre alt. Das heißt die Menschen kämpfen zumindest noch mit den Erinnerungen an Schmerz und Leid der Vergangenheit. Es kann aber auch sein, dass sich dort nichts geändert hat und die Menschen immer noch die gleiche Grausamkeit erleben. Lasst uns für die Menschen bitten, dass Gott ihnen beisteht, egal in welcher Situation sie befinden.

Nelli Schelenberg

 Die Anliegen: (Ein paar Anliegen von uns zum Vorschlag, denn es gibt sehr viel mehr...)
Dankt für...
...die Studenten, die doch im Land bleiben durften.
...die Christen in dem Land.

Bittet für...
...Religionsfreiheit in Algerien.
...die Frauen, die Opfer von Gewalt werden, dass sie in Gott Frieden finden.
...die Menschen, die Gott noch nicht kennen.
...das neue Gesetz, dass es nicht angewandt wird.

Wichtiger Hinweiß: Wir garantieren nicht, das der Verweis/Link bei den Quellen funktioniert. Im Laufe der Zeit kann es sein, das sich die Seiten, von wo wir die Informationen haben, verändern oder sogar gelöscht werden. Wir bitten um Verständnis.
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